„Aktion Pflanzen-Power“ erfreute sich auch 2019 großer Beliebtheit

2019 war „Aktion Pflanzen-Power“ an 34 Schulen in ganz Deutschland prĂ€sent. Unsere Aktionsköchinnen und -köche konnten ĂŒber 800 SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern in Kochworkshops die pflanzliche ErnĂ€hrung nahebringen.

Seit Ende 2016 vermittelt ProVeg mit „Aktion Pflanzen-Power“, wie eine gesunde pflanzliche ErnĂ€hrung aussehen kann und motivierte damit Hunderte Teilnehmende. In VortrĂ€gen und interaktiven Kochworkshops zeigten die Aktionsköchinnen und -köche 2019 an 34 Schulen, wie einfach und vor allem lecker die pflanzliche KĂŒche ist. Damit wurde seit Bestehen der Kampagne in diesem Jahr die höchste Anzahl an Aktionstagen durchgefĂŒhrt. Wir waren 2019 unter anderem an der Sportschule Friedrich Ludwig Jahn in Potsdam und an der  Anna-Seghers-Oberschule in Berlin â€“ darĂŒber berichtete sogar der Kinderkanal KiKA.

Aktionsköchin Lea Grosse freut sich ĂŒber die spannenden Erfahrungen und die Begeisterung in den Klassen: „Es ist immer wieder schön, zu sehen, dass die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler durch unsere VortrĂ€ge zum Nachdenken angeregt werden und viel Spaß bei der Zubereitung des Essens haben. Auch neue Rezepte, die ich mit den Kindern ausprobiere, wie veganes RĂŒhrei aus Tofu, kommen super an – ein schöner Erfolg am Ende eines Aktionstages.“ Einen Eindruck davon, mit wie viel Neugier die Kinder an den Workshops teilnehmen, vermittelt das Video zum ersten Aktionstag 2016.

Neben den Aktionstagen an Schulen fĂŒr SchĂŒlerinnen und SchĂŒler bietet „Aktion Pflanzen-Power“ auch Weiterbildungen fĂŒr PĂ€dagoginnen und PĂ€dagogen an. So besteht beispielsweise die Möglichkeit, das Thema ErnĂ€hrung im Kontext von Klimaschutz, Gesundheitsförderung und/oder Nachhaltigkeit in den Schulalltag zu integrieren. Interessierte können sich hier anmelden. Die Fortbildungen sind kostenlos.
Die Vermittlung von Schulungsköchinnen und -köchen ist ein weiteres Angebot zur Weiterbildung fĂŒr KĂŒchenpersonal und Cateringunternehmen. Nehmen Sie gern unter pflanzenpower@proveg.com Kontakt mit uns auf. 

Das große Interesse an der mit dem Klimapreis „Momentum for Change“ der Vereinten Nationen ausgezeichneten Kampagne zeigt, wie wichtig das Thema nachhaltige, gesunde ErnĂ€hrung fĂŒr Schulen ist. ProVeg und die BKK ProVita freuen sich deshalb, das gemeinsame Projekt weitere 3 Jahre, also bis Ende 2022, umzusetzen.

Sie haben Interesse an einem Aktionstag an Ihrer Schule? Hier geht es direkt zum Anmeldeformular.

FĂŒr mehr Informationen melden Sie sich gern bei uns unter pflanzenpower@proveg.com.

„Aktion Pflanzen-Power“ an der Sportschule Potsdam

Im April 2019 fand ein Aktionstag der „Aktion Pflanzen-Power“ an der Sportschule Potsdam statt. Der sportliche Hintergrund dieser Schule spricht besonders fĂŒr intensive ErnĂ€hrungsbildung.

Sport und pflanzliche ErnÀhrung passen gut zusammen

Das Interesse der Sportschule „Friedrich Ludwig Jahn“ Potsdam an „Aktion Pflanzen-Power“ freut ProVeg und die Krankenkasse BKK ProVita sehr, denn Sportlerinnen und Sportler gehen hĂ€ufig davon aus, dass Eier, Milch und Fleisch fĂŒr leistungsstarke Muskeln unerlĂ€sslich seien. Dies macht es umso interessanter, Aktionstage an Sportschulen auszurichten.

Mittlerweile gibt es immer mehr Hochleistungssportlerinnen und -sportler, die zu einer rein pflanzlichen ErnĂ€hrungsweise wechseln. Oft verbessert sich die sportliche Leistung dieser Personen mit der ErnĂ€hrungsumstellung. Der vegan lebende Patrik Baboumian erhielt 2011 sogar den Titel „StĂ€rkster Mann Deutschlands“.

Die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler der Sportschule Potsdam zeigten wĂ€hrend des Aktionstags großes Interesse an den Vorteilen der veganen ErnĂ€hrung im Rahmen des Profisports. Hier konnte „Aktion Pflanzen-Power“ mit einigen Vorurteilen aufrĂ€umen. Der Eiweißbedarf beispielsweise kann leicht durch ausreichende Kalorienzufuhr und Kombination unterschiedlicher Pflanzen gedeckt werden. Vor allem HĂŒlsenfrĂŒchte wie Linsen oder Bohnen sind hochwertige Eiweißlieferanten.

Pflanzenkraft tanken

Um die Sporteinheiten der SchĂŒlerinnen und SchĂŒler zu berĂŒcksichtigen, wurde der typische Ablauf des Aktionstags entsprechend angepasst. So begann der Tag im Klassenzimmer einer 9. Klasse, in der die Köchin von „Aktion Pflanzen-Power“ einen kurzen Vortrag hielt und einen Ausschnitt eines Dokumentationsfilms zeigte. Anschließend fĂŒllten die Jugendlichen einen Mahlzeitenplan fĂŒr eine Woche aus, der so pflanzlich gestaltet sein sollte, wie es ihnen fĂŒr angemessen erschien. Sie nannten viele pflanzliche Gerichte, zum Beispiel Spaghetti mit Linsenbolognese oder Falafel.

Beim Informationsstand in der Mensa wurde eine Verkostung angeboten. Die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler probierten veganen KĂ€se der Marke Wilmersburger, eine Leberwurst-Alternative von Gut Wudelstein sowie Schokolade und Waffelröllchen von Clarana.

Zum Abschluss bereiteten die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler leckere Gerichte zu: TaboulĂ©, ChicorĂ©e-Hummus-Schiffchen und zum Nachtisch eine Schoko-Bananen-Mousse.

ProVeg und die BKK ProVita bedanken sich bei der Sportschule Potsdam und den Sponsoren fĂŒr ihre großartige UnterstĂŒtzung!

KiKA berichtet ĂŒber einen Aktionstag

Zum Jahresstart war KiKA, der Kinderkanal von ARD und ZDF, zu Gast bei einer unserer Schulaktionen. Der Sender drehte einen Bericht ĂŒber „Aktion Pflanzen-Power“. Moderator Ben assistierte den Kindern beim Kochen.

Der Aktionstag von „Aktion Pflanzen-Power“ fand im Januar 2019 an der Anna-Seghers-Oberschule in Berlin statt. KiKA-Moderator Ben begrĂŒĂŸte die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler und stellte neugierige Fragen. Unsere Aktionsköchinnen Alexa und Lea waren vor Ort, um mit den Kindern pflanzlich zu kochen. Gemeinsam kreierten sie eine Bolognese aus RĂ€uchertofu mit GemĂŒse zu – dazu gab es Mandelparmesan. Zum Nachtisch wurden Schoko-Bananen-Muffins gebacken. Die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler wĂŒnschten sich, öfter vegane Gerichte in der Schulkantine wĂ€hlen zu können.

Der 10-minĂŒtige Filmbeitrag auf dem Kinderkanal kann hier angeschaut werden: www.kika.de.

Veggie-Schule in Freiburg: Hier kochen die Kinder mit

Die Kapriole in Freiburg im Breisgau ist eine von etwa 100 freien Alternativschulen in Deutschland. FĂŒr die rund 150 SchĂŒlerinnen und SchĂŒler stehen ausschließlich vegan-vegetarische Gerichte auf dem Speiseplan. Im Interview erzĂ€hlen die Köchin Maike Weis und die Lehrerin Sabine Herzmann, warum sich die Schule fĂŒr die Veggie-KĂŒche entschieden hat und wie diese bei den Kindern ankommt.

Wie fĂŒgt sich das vegan-vegetarische KĂŒchenkonzept in das Gesamtkonzept der Kapriole ein?
Sabine Herzmann: Die Kinder an der Kapriole haben die Freiheit zu lernen, wann, wo, was, wie und mit wem sie wollen. Als freie demokratische Schule gehen wir außerdem respektvoll und verantwortlich miteinander, mit unserer Umgebung und mit der Welt um. Die Frage, wie wir uns ernĂ€hren, ist ungemein vielschichtig. Sie reicht von unserer persönlichen Gesundheit ĂŒber globale Gerechtigkeit bis hin zum Klimawandel. Eine vegan-vegetarische SchulkĂŒche ist eine naheliegende Umsetzung dieser Werte und hat sich deshalb ganz natĂŒrlich in die Entwicklung der Schulgestaltung eingefĂŒgt.

Wie werden die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler in die MenĂŒauswahl und die Essenszubereitung einbezogen?
Maike Weis: Die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler können jederzeit Lob und Kritik an der MenĂŒgestaltung Ă€ußern. Spezielle EssenswĂŒnsche werden nach Möglichkeit in die Tat umgesetzt. Die KĂŒche steht kleinen und großen Helferinnen und Helfern fast immer offen. ZusĂ€tzlich gibt es Projekttage zum Thema Kochen, beispielsweise um den Aspekten „gesund“ und „saisonal“ nachzugehen.

Sabine Herzmann: Auf Schulfahrten versorgen wir uns selbst. Hier werden Kochgruppen gebildet, die individuell entscheiden, was sie zubereiten möchten. Außerdem gibt es einen Backclub und regelmĂ€ĂŸige Backangebote. Die selbst gemachten Leckereien werden dann in der Schule verkauft, um die Zutaten zu finanzieren. Auch an dieser Stelle können die Kinder WĂŒnsche Ă€ußern, gemeinsam Rezepte aussuchen und diese nach Belieben mit alternativen Zutaten gestalten.

Wie sieht das Angebot an pflanzlichen Gerichten aus?
Maike Weis: Das Essen ist immer vegetarisch, zusĂ€tzlich gibt es eine vegane Option. Außerdem stehen eine glutenfreie Alternative sowie Vollkornprodukte zur Wahl. Wichtig ist vor allem, dass die Mahlzeiten ausgewogen sind. Bunte Salate mit Sprossen, Rohkost und gerösteten NĂŒssen machen Appetit und Lust auf Gesundes. Mit einer abwechslungsreichen Auswahl an Soßen, Pestos und Dips bieten wir fĂŒr etwas fĂŒr jeden Geschmack. Unsere Zutaten stammen zu 100 % aus biologischem Anbau. Das meiste Obst und GemĂŒse beziehen wir sogar direkt aus der Region.

Wie wird das Thema fleischfreie ErnÀhrung in den Unterricht integriert?
Sabine Herzmann: In der Auseinandersetzung mit ihren eigenen Lebens- und ErnĂ€hrungsgewohnheiten kommen SchĂŒlerinnen und SchĂŒler immer wieder auf das Thema. So bringen sie es entweder selbst in die Schulgemeinschaft ein oder stoßen im Rahmen verschiedener Themenschwerpunkte darauf. BeschĂ€ftigen wir uns beispielsweise mit Landwirtschaft oder Klimawandel, kommt die vegetarisch-vegane Lebensweise zur Sprache. Auch im Fach „Gesundheit und Soziales“ sowie beim gemeinsamen Backen im Backclub stellen wir den Bezug her.

Welche Herausforderungen und welche Chancen sehen Sie fĂŒr die vorwiegend pflanzliche Schulverpflegung?
Maike Weis: Ohne Fleisch zu kochen ist gar kein Problem. Milchalternativen sind manchmal etwas ungewohnt fĂŒr den Geschmackssinn der Kinder, aber mit ein paar kleinen Tricks lassen sich auch diese problemlos in den MenĂŒplan einbauen. Besonders einfach ist veganes Backen: Kuchen und Co. schmecken allen gut.
Vegetarisch zu essen ist mittlerweile ja schon etwas gesellschaftlich Normales geworden. Daher hoffe ich, dass in Zukunft eine fleischfreie Schulverpflegung Alltag wird und die Kinder schon in der Schule lernen und erfahren, wie einfach es ist, sich gesund und nachhaltig zu ernÀhren.

Nachhaltigkeit hört beim Essen nicht auf: Die Kapriole möchte in diesem Jahr die Schule um ein weiteres GebĂ€ude in ökologischer Holzbauweise ergĂ€nzen und freut sich ĂŒber UnterstĂŒtzung.

Vielen Dank fĂŒr das Interview, Frau Weis und Frau Herzmann.

ProVeg brachte erneut Akteurinnen und Akteure der Schulverpflegung zusammen

ProVeg lud mit seiner Veranstaltung „Neue AnsĂ€tze fĂŒr die Schulverpflegung“ im Dezember 2018 verschiedene Beteiligte und Interessierte aus dem Bereich der Gemeinschaftsverpflegung ein, um ĂŒber Herausforderungen und Potenziale einer pflanzlichen KĂŒche in deutschen Schulen zu diskutieren.

Schulverpflegung in Deutschland – ein komplexes Thema, an dem viele Beteiligte mitwirken. Von Eltern ĂŒber Politik bis hin zu Cateringunternehmen: Alle versuchen, etwas dazu beizutragen, das tĂ€gliche Mittagessen der SchĂŒlerinnen und SchĂŒler gesund und ansprechend zu gestalten. Um den Austausch zwischen den Beteiligten zu ermöglichen und neue Impulse fĂŒr den Ausbau der pflanzlichen KĂŒche zu geben, lud ProVeg im Rahmen des neuen Schulprogramms „Leckeres Essen fĂŒr alle“, zu dem auch die Aktion Pflanzen-Power gehört, zu einer Informationsveranstaltung.

Theorie und Praxis

Am Morgen zeigte Schulungskoch Stephan Giannangeli den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in einem praktischen Kochworkshop die Möglichkeiten einer klimafreundlichen KĂŒche auf. Am Nachmittag lud ProVeg in die RĂ€umlichkeiten des kĂŒrzlich eröffneten ProVeg-Incubators, um mit VortrĂ€gen und Diskussionsrunden auf die vielfĂ€ltigen Möglichkeiten pflanzlicher Schulverpflegung einzugehen. Das Publikum war bunt gemischt: Vertreterinnen und Vertreter von kleinen und großen Cateringunternehmen, der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, der Deutschen Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (DGE) und andere brachten verschiedene Perspektiven in die Thematik ein und ermöglichten damit einen regen Austausch.

Immer noch „Hin & Veg“ – Sodexo will noch mehr Pflanzliches

Nach einer kurzen EinfĂŒhrung von Katleen Haefele, Leiterin von ProVeg Food Services, zu Potenzialen und Vorteilen einer pflanzlichen KĂŒche in der Gemeinschaftsverpflegung, ĂŒbernahm Heiko Höfer von Sodexo das Wort. Sodexo, eines der grĂ¶ĂŸten Cateringunternehmen weltweit, hatte im Mai 2018 mit seiner Aktionswoche „Hin & Veg“ ein pflanzliches MenĂŒ-Angebot an Schulen in ganz Deutschland getestet. Diese Kooperation war durch unsere vorherige Informationsveranstaltung ins Rollen gekommen. Laut Höfer waren die Gerichte der Aktionswoche auf großes Interesse gestoßen und die RĂŒckmeldungen der SchĂŒlerinnen und SchĂŒler Ă€ußerst positiv ausgefallen. „Dieser Erfolg hat meine Neugier geweckt, weshalb ich zuletzt meinen eigenen Fleischkonsum stark reduziert habe. Und ich bin begeistert – die Umstellung wirkt sich unheimlich positiv auf meine Gesundheit aus und gibt mir ein ganz neues KörpergefĂŒhl”, so Höfer. Des Weiteren betonte er in seinem Vortrag auch den Tierwohl-Aspekt.
Sodexo hat erkannt, dass viele GrĂŒnde dafĂŒr sprechen, den Fokus verstĂ€rkt auf die pflanzliche KĂŒche zu legen. Neue Veggie-Optionen und vor allem eine noch engere Zusammenarbeit mit ProVeg sind deshalb geplant.

Vegetarische QualitÀtsstandards der DGE

Auch die DGE war auf der Veranstaltung vertreten: Dr. Ernestine Tecklenburg ist Leiterin des Referats Gemeinschaftsverpflegung und QualitĂ€tssicherung und stellte die von ihr mitentwickelten Kriterien fĂŒr eine ovo-lacto-vegetarische MenĂŒlinie vor. Frau Tecklenburg gab Tipps, wie sich die Kriterien umsetzen lassen und betonte, dass es in der Schulverpflegung möglich ist, alle zu erreichen und durch das gemeinsame Mittagessen ein GemeinschaftsgefĂŒhl zu schaffen. Außerdem sprach sie sich dafĂŒr aus, Veggie-Gerichte ganz oben auf dem Speiseplan zu platzieren, damit sie nicht als zweitklassige Alternative wahrgenommen werden.

Voneinander lernen

Nach den informativen VortrĂ€gen wurden alle Teilnehmenden in einem interaktiven Workshop ermutigt, ihre Erfahrungen und Meinungen auszutauschen. In kleinen Gruppen debattierten sie ĂŒber die Potenziale einer verstĂ€rkt pflanzlichen Schulverpflegung und wie diese mit neuen AnsĂ€tzen und geschickten Kommunikationsstrategien umgesetzt werden kann. So waren beispielsweise viele GĂ€ste inspiriert von Stefan Gerhardts Konzept: In seinen FrischkĂŒchen kochen er und sein Team nicht nur gesund und vollwertig, sie vermitteln den Kindern in Koch-AGs einen Bezug zu ihrem Essen und klĂ€ren an Informationstafeln ĂŒber die ökologischen und ethischen Vorteile pflanzlicher ErnĂ€hrung auf.

Auch wenn der Weg zu einem flĂ€chendeckenden Angebot vollwertiger vegetarisch-veganer Gerichte in deutschen Schulen noch ein langer ist – die meisten Teilnehmenden verließen die Informationsveranstaltung motiviert und mit neuen Impulsen. 2018 war die Aktion Pflanzen-Power an knapp 30 Schulen; auch fĂŒr 2019 sind zahlreiche Aktionstage mit Kindern sowie Kochworkshops fĂŒr Cateringunternehmen geplant. Volle Pflanzenkraft voraus fĂŒr eine gesĂŒndere ErnĂ€hrung an deutschen Schulen!

Veggie im Großformat: Interview mit Mensakoch Stefan Gerhardt

Mehr als 1.000 hungrige BĂ€uche fĂŒllen Stefan Gerhardt und sein Team tĂ€glich. In den beiden FrischkĂŒchen in der Region Braunschweig, die er gemeinsam mit seiner Frau betreibt, kommt viel Gesundes auf den Speiseplan. Nicht nur weil es gut schmeckt, sondern weil er vom Konzept der pflanzlichen KĂŒche ĂŒberzeugt ist.

Auf Ihrem Mensa-Speiseplan steht tĂ€glich auch ein veganes Gericht. Was hat Sie dazu bewogen, eine rein pflanzliche MenĂŒ-Linie anzubieten?
Meine Frau und ich versuchen, so nachhaltig wie möglich zu leben. Wir haben den Verzehr tierischer Produkte sehr stark reduziert. Unsere Tochter lebt seit 2016 vegan, auch das war einer der GrĂŒnde, fleischfreies Essen in das Speisenangebot aufzunehmen. Uns ist es wichtig, ein Zeichen gegen Massentierhaltung und Klimawandel zu setzen – und da ist die pflanzliche KĂŒche wunderbar geeignet.

Wie wirkt sich die EinfĂŒhrung einer rein pflanzlichen MenĂŒ-Linie auf die Arbeitsorganisation in der KĂŒche aus?
Zu Beginn bedarf es einer intensiven Auseinandersetzung mit der Thematik. Ich musste mir beispielsweise ĂŒberlegen, welche Alternativen fĂŒr Milch und Eier infrage kommen. Ist eine vegane MenĂŒ-Linie dann einmal etabliert, ist es leicht. Viele Allergene wie Laktose (Milchzucker) und Ei sind in pflanzlicher Kost nicht enthalten, was die Arbeitsorganisation vereinfacht. Außerdem lassen sich mischköstliche Gerichte oftmals auch recht unkompliziert in eine pflanzliche Variante umwandeln. Kein Grund also, auf beliebte Klassiker zu verzichten.

Wie fĂŒhren Sie SchĂŒlerinnen und SchĂŒler an pflanzliche Gerichte heran und wie sind die Reaktionen?
Die Nachfrage nach dem veganen Angebot schwankt stark und hĂ€ngt vom angebotenen MenĂŒ ab. Generell reagieren die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler aber gut auf die Veggie-Gerichte. Gibt es beispielsweise Lahmacun, wĂ€hlen fast die HĂ€lfte der SchĂŒlerinnen und SchĂŒler die pflanzliche Alternative. Die Akzeptanz hat auch viel damit zu tun, wie die Speisen prĂ€sentiert werden. Wenn ich auf dem Pausenbrot KĂ€se und Co. mit einem leckeren pflanzlichen Aufstrich ersetze, ohne es spezifisch als „vegan“ anzupreisen, wird es einfach gegessen. Es geht also auch darum, vegane Vorurteile abzubauen.

Wir stehen hinter dem, was wir tun, und kommunizieren es nach außen. Unter dem Titel „Verpflegung fĂŒr das Klima“ wurde unser Angebot kĂŒrzlich in einer Zeitung dargestellt. Diesen und weitere Artikel zum Thema hĂ€ngen wir an unserer Pinnwand auf. Wir wollen, dass die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler darĂŒber informiert werden, welchen Einfluss ihre ErnĂ€hrungsgewohnheiten haben. Denn Massentierhaltung und das damit verbundene Leid finden Kinder ĂŒberhaupt nicht gut.

Was wĂŒrden Sie anderen Caterern empfehlen, die ebenfalls ein pflanzliches Angebot etablieren möchten?
ZunĂ€chst: Selbst gut vegan essen zu gehen. Sich ĂŒberraschen zu lassen, wie vielfĂ€ltig pflanzliches Kochen sein kann und wie gut es schmeckt. Nur wenn ich selbst von veganer KĂŒche ĂŒberzeugt bin, kann ich sie auch langfristig erfolgreich etablieren. Es ist natĂŒrlich erst einmal ungewohnt – neue Zutaten und Zubereitungsmethoden finden ihren Weg in die KĂŒche und das KĂŒchenpersonal muss sich umstellen. Hier gilt es, viel Geduld und VerstĂ€ndnis fĂŒr mögliche Schwierigkeiten mitzubringen. Und genauso muss auch den SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern Zeit gegeben werden, sich an die neue Auswahl zu gewöhnen. Ich bin immer wieder positiv ĂŒberrascht, auf wie viel Offenheit und Neugier Veggie-Gerichte treffen, wenn sie richtig zubereitet und prĂ€sentiert werden. Das Wichtigste ist daher, sich stets bewusst zu machen, warum die pflanzliche KĂŒche so wertvoll ist – und dann den Mut zu fassen, Neues zu wagen.

Vielen Dank fĂŒr das Interview, Herr Gerhardt.

ProVeg Food Services

ProVeg bietet Schulungen und Beratung fĂŒr Catering-Unternehmen an. Wenn Sie Ihre GroßkĂŒche auch mit mehr Pflanzen-Power bereichern wollen, aber nicht wissen, wie Sie damit am besten anfangen, stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Und auch wenn Sie sich schon gut in der Veggie-KĂŒche auskennen – in den abwechslungsreichen Modulen finden auch erfahrene Köchinnen und Köche neue Inspiration. Egal ob Sie fĂŒr Studentenwerk, Großkantine oder kleine SchulkĂŒche den Kochlöffel schwingen, kontaktieren Sie uns!

Wie pflanzlich darf KinderernÀhrung sein?

Immer mehr Menschen entscheiden sich fĂŒr eine pflanzliche Lebensweise und stehen vor der Frage, ob diese auch fĂŒr ihren Nachwuchs geeignet ist. Ein Thema, zu dem viel Verwirrung herrscht und das mittlerweile auch die Politik beschĂ€ftigt. Doch was sagen die Fakten: Kann ich mein Kind problemlos vegan ernĂ€hren? Eine Studie klĂ€rt auf.

Der Berliner Senat hat Anfang September 2018 Stellung zum Thema vegane KinderernĂ€hrung bezogen 1,2: In Berlin lĂ€gen keine bekannten FĂ€lle von Mangelversorgung bei pflanzlich ernĂ€hrten Kindern vor. Aussagen zur ErnĂ€hrung von Kindern und Jugendlichen orientierten sich an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (DGE), die eine vegane ErnĂ€hrung zwar nicht empfiehlt, sie jedoch in Betracht zieht, solange „vegan ernĂ€hrten Kindern vom SĂ€uglingsalter an ĂŒber die gesamte Wachstumsphase bis hin zu sich vegan ernĂ€hrenden Jugendlichen [eine] gesonderte Aufmerksamkeit“ gewidmet wird. Dass mittlerweile von Politikerinnen und Politikern konkrete Äußerungen zu veganer KinderernĂ€hrung gefordert werden, zeigt: Das Thema hat Brisanz.

Aktuelle Studie hilft verunsicherten Eltern

Die ErnĂ€hrung unserer Kleinsten ist ein sensibles Thema. Eltern wollen nur das Beste fĂŒr ihr Kind. Bei dem Versuch, sich fundiertes Wissen anzueignen, sehen sie sich aber nicht selten mit widersprĂŒchlichen Informationen konfrontiert. Diejenigen, die sich entschließen, ihren Nachwuchs rein pflanzlich zu ernĂ€hren, mĂŒssen sich obendrein oftmals mit Kritik und teils heftigen Reaktionen aus dem sozialen Umfeld auseinandersetzen. Sind die Sorgen berechtigt oder handelt es sich um unbegrĂŒndete Vorurteile?

Mit dieser Frage beschĂ€ftigen sich mittlerweile auch große MedienhĂ€user 3. Pflanzenbasierte ErnĂ€hrung spricht mehr und mehr Menschen an und der Bedarf an verlĂ€sslichen Informationen wĂ€chst stetig. Jedoch gibt es bisher kaum wissenschaftliche Untersuchungen zu veganer KinderernĂ€hrung. Um das zu Ă€ndern, wurde die „Vegetarian and Vegan Children Study“ (VeChi) ins Leben gerufen. Mit dem Ziel, ein besseres VerstĂ€ndnis fĂŒr die Energie- und NĂ€hrstoffzufuhr von vegan, vegetarisch und mischköstlich ernĂ€hrten Kleinkindern zu erhalten, sind seit Oktober 2016 verschiedene Institute mit der Erfassung und Auswertung relevanter Daten beschĂ€ftigt 4.

Verbesserungsbedarf in allen Gruppen

Die Analyse der ersten Ergebnisse zeigt: Vegane ErnĂ€hrung kann durchaus bedarfsdeckend sein. Von den 364 Ein- bis DreijĂ€hrigen, deren Daten erfasst wurden, liegen Gewicht und GrĂ¶ĂŸe bei den meisten im Normbereich. Etwa 10 % der vegan und 6 % der vegetarisch lebenden Kinder liegen unter den Referenzstandards der World Health Organization (WHO); bei den mischköstlich ernĂ€hrten Kindern sind hingegen 3 % ĂŒbergewichtig.

Bei der Betrachtung spezifischer NĂ€hrstoffe zeigt sich, dass alle Gruppen die empfohlene Zufuhr von Zink und Vitamin C erreichen, wobei Letzteres bei den vegan ernĂ€hrten Kindern am höchsten ist. Kritisch zu sehen sei jedoch die Aufnahme von Kalzium, Jod und Vitamin B2. Kinder aller Gruppen wiesen hier einen Mangel auf, wobei mischköstlich ernĂ€hrte Kinder den empfohlenen Werten noch am nĂ€chsten kamen. Ein umgekehrtes Bild zeigte sich bei Eisen und FolsĂ€ure: Hier erreichten nur die veganen Kinder die Referenzwerte mit Zufuhren, die knapp 50 % ĂŒber denen der mischköstlich ernĂ€hrten Kinder lagen.

Positiv aufgefallen sei außerdem, dass nahezu alle veganen Kinder (94 %) ein Vitamin-B12-PrĂ€parat einnahmen. Auf Vitamin B12 sollte ein besonderes Augenmerk gelegt werden, da es bei veganer und vegetarischer ErnĂ€hrung nur bedingt bis gar nicht enthalten, jedoch essenziell fĂŒr eine gesunde Entwicklung des Nervensystems ist. Ob die fehlende Einnahme eines Vitamin-B12-PrĂ€parats möglicherweise mit der Verzögerung im Wachstum bei den oben genannten 10 % der vegan beziehungsweise 6 % der vegetarisch ernĂ€hrten Kinder korreliert, wird in der Studie nicht ersichtlich. Ohne Vitamin-B12-Supplementierung besteht die Gefahr einer MangelernĂ€hrung.

Und was bedeutet das jetzt fĂŒr mich und mein Kind?

GrundsĂ€tzlich gilt: Egal, ob Sie sich fĂŒr eine pflanzliche oder mischköstliche ErnĂ€hrung Ihres Kindes entscheiden, vor einem NĂ€hrstoffmangel ist niemand „automatisch“ geschĂŒtzt. Es gilt, sich bewusst mit dem ErnĂ€hrungsthema auseinanderzusetzen und ein verstĂ€rktes Augenmerk auf die als kritisch eingestuften NĂ€hrstoffe zu legen – allen voran Vitamin B12. Unter dieser Voraussetzung ist sowohl vegane als auch vegetarische ErnĂ€hrung im Kleinkindalter bedarfsdeckend, so das Zwischenergebnis der Studie.

Aktuell werden noch weitere ErnĂ€hrungsprotokolle ausgewertet, ein abschließendes Ergebnis wird Anfang 2019 erwartet. Parallel dazu lĂ€uft derzeit die VeChi-Youth-Studie, die sich mit dem ErnĂ€hrungs- und Gesundheitsstatus von Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren auseinandersetzt 5.Wer nicht so lange warten möchte, findet bei ProVeg einen Überblick, worauf bei pflanzlicher ErnĂ€hrung im Jugendalter und anderen Lebensphasen geachtet werden sollte. Familien, bei denen der Nachwuchs noch aussteht, sei der Beitrag zu vegetarisch-veganer ErnĂ€hrung bei SĂ€uglingen und Kleinkindern ans Herz gelegt, ebenso wie der darin empfohlene Ratgeber „Vegane ErnĂ€hrung. Schwangerschaft, Stillzeit und Beikost“ von Dr. Markus Keller. Hier finden werdende Eltern eine umfangreiche Zusammenstellung von Informationen zum Thema vegane Schwangerschaft und SĂ€uglingsernĂ€hrung.

1 Abgeordnetenhaus Berlin (2018). Antwort auf die schriftliche Anfrage Nr. 18/15892 vom 06. August 2018 ĂŒber Vegane KinderernĂ€hrung I: Auffassung des Senats und KindeswohlgefĂ€hrdung. Online unter: http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S18-15891.pdf

2 Abgeordnetenhaus Berlin (2018). Antwort auf die schriftliche Anfrage Nr. 18/15892 vom 06. August 2018 ĂŒber Vegane KinderernĂ€hrung II: Rechtliches und Zahlen. Online unter: http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S18-15892.pdf

3 ZDF Volle Kanne – Service tĂ€glich (2018): Vegane ErnĂ€hrung bei Kindern. Online unter: https://www.zdf.de/verbraucher/volle-kanne/vegane-ernaehrung-bei-kindern-100.html

4 Weder S (2018): Vegetarische und vegane KinderernÀhrung, Studie zeigt: vegetarische und vegane ErnÀhrung funktioniert. Online unter: https://www.vechi-studie.de/presse/

5 Weder S, Hoffmann M (2018): Die VeChi-Youth-Studie – Vegetarian and Vegan Children and Youth Study. Online unter: https://www.vechi-youth-studie.de/

Veggie-Aktionswoche an deutschen Schulen: Interview mit Heiko Höfer von Sodexo

Das Unternehmen Sodexo bietet vielfĂ€ltige Dienstleistungen fĂŒr Unternehmen, Gemeinden und Bildungseinrichtungen an. Dazu zĂ€hlt auch die Schulverpflegung. Anfang Juni 2018 fand in Zusammenarbeit mit Aktion Pflanzen-Power eine bundesweite Aktionswoche mit pflanzlichen MenĂŒ-Angeboten statt. Heiko Höfer ist bei Sodexo als Regionaldirektor Nord fĂŒr den Bereich Schulen und UniversitĂ€ten verantwortlich und verrĂ€t im Interview, was es mit der Veggie-Aktionswoche auf sich hat.

Herr Höfer, Sodexo hat kĂŒrzlich eine Aktionswoche mit vegetarischen und veganen Gerichten durchgefĂŒhrt. Wie war die Nachfrage der Aktionsgerichte?

Im Rahmen unserer Aktionswoche „Hin & Veg“ wurden die vegetarischen und veganen Aktionsgerichte insgesamt 68.669 Mal bestellt. Damit liegt der Anteil bei mehr als 20 % aller Bestellungen. Wir freuen uns sehr darĂŒber, dass die Aktion so viel Anklang gefunden hat und ĂŒberdurchschnittlich gut angenommen wurde. Zu den Favoriten gehörten Gerichte wie Germknödel mit einer Bestellquote von 40 % und vegane Burger mit 34 %.

 Wie kam es zu der Aktionswoche und der Zusammenarbeit mit ProVeg?

Auf die Organisation bin ich durch eine Informationsveranstaltung von ProVeg im Dezember 2016 aufmerksam geworden. Seitdem stehen wir in regelmĂ€ĂŸigem Kontakt. Da ein vegetarisches und veganes ErnĂ€hrungsangebot in der Kinder- und Schulspeisung eine immer wichtigere Rolle spielt und Sodexo pro Jahr 3–4 Aktionen zu den unterschiedlichsten Themen durchfĂŒhrt, waren wir sehr aufgeschlossen fĂŒr eine Kooperation mit ProVeg. Die Aktion „Hin & Veg“ wurde Mitte des letzten Jahres durch uns geplant und mit der UnterstĂŒtzung von ProVeg bei der Erstellung der Rezepturen, beim Probekochen und bei der Begleitung durch Aktionstage in ausgewĂ€hlten Schulen umgesetzt.

Welche RĂŒckmeldungen hat Sodexo nach der Aktionswoche erhalten?

Die RĂŒckmeldungen, die uns erreicht haben, waren durchweg positiv. Sowohl die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler als auch die Eltern und LehrkrĂ€fte waren begeistert von der Aktion. So erreichte uns zum Beispiel folgendes Feedback aus Radebeul: „Die vegan-vegetarische Woche ,Hin & Veg‘ am Luisenstift Gymnasium fand meine Tochter sehr lecker! Bitte mehr davon, auch im normalen Schulalltag, und weniger Fleisch.“ Wie wichtig ein vegetarisches und veganes Angebot gerade auch fĂŒr die Eltern ist, zeigt diese RĂŒckmeldung aus Schmölln: „Ich bin sehr erfreut, dass es endlich auch vegane Gerichte auf den Speiseplan geschafft haben. Ich hoffe, dass dies keine einmalige Aktion war, sondern wĂŒrde mir ein dauerhaftes veganes Angebot wĂŒnschen.“ Aufgrund des großen Erfolgs haben wir die Aktionsgerichte, die bei unseren SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern besonders gut angekommen sind, in den regulĂ€ren Speiseplan ĂŒbernommen.

Wie plant Sodexo, den Fleischanteil seiner MenĂŒs weiter zu reduzieren?

Bei der Gestaltung unserer SpeiseplĂ€ne richten wir uns unter anderem strikt nach den QualitĂ€tsstandards der Deutschen Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (DGE) fĂŒr die Schulverpflegung. Demnach gibt es pro Woche maximal 2 Fleisch- und 1 Fischgericht pro MenĂŒlinie. Bereits gelebte Praxis ist es außerdem, dass von unseren tĂ€glich zur Auswahl stehenden 3 MenĂŒlinien immer ein MenĂŒ vegetarisch oder sogar vegan ist. Ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen ist uns bei Sodexo extrem wichtig. Daher sind wir unter anderem GrĂŒndungsmitglied der Initiative „United Against Waste“, um gemeinsam mit unseren Marktbegleitern auf diesem Gebiet Standards zu setzen und uns gegen Lebensmittelverschwendung zu engagieren.

Wann wird es die nÀchste Veggie-Woche geben?

Die durchweg positive Resonanz, die wir mit der Aktion „Hin & Veg“ erzielt haben, bestĂ€rkt uns darin, dass wir mit diesem Angebot goldrichtig liegen. Daher wird eine Veggie-Woche sicher auch in Zukunft ein Bestandteil unserer Aktionen sein, die wir jĂ€hrlich an rund 650 Schulen und 450 KindertagesstĂ€tten anbieten. Wir sind davon ĂŒberzeugt, mit dieser Aktionswoche eine wichtige und schöne Tradition begrĂŒndet zu haben und freuen uns auf die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit mit ProVeg.

Vielen Dank, Herr Höfer, fĂŒr das Interview.

Zusammenarbeit mit Sodexo: Veggie-Gerichte in ĂŒber 600 Schulen

Vom 28. Mai bis 1. Juni 2018 veranstaltete das Cateringunternehmen Sodexo eine Veggie-Aktionswoche an rund 600 Schulen in ganz Deutschland. ProVeg unterstĂŒtzte Sodexo bei der MenĂŒ-Gestaltung und begleitete die Woche mit Kochworkshops und VortrĂ€gen durch die Aktion Pflanzen-Power. Unter dem Motto „Hin & Veg – es geht auch mal ohne Fleisch und Fisch“ veranstaltete das Cateringunternehmen Sodexo in Kooperation mit ProVeg Ende Mai 2018 eine bundesweite Veggie-Aktionswoche. Rund 600 Schulen, die von Sodexo beliefert werden, nahmen daran teil. WĂ€hrend eine Auswahl an vegetarischen Gerichten meist Standard in den meisten Schulen ist, werden vegane Mahlzeiten bisher kaum angeboten. Die Kinder und Jugendlichen hatten in dieser Woche also die Möglichkeit, rein pflanzliche Gerichte in der Mittagspause zu essen. Die meisten Aktionsgerichte gestaltete ProVeg mit, darunter einen Sesamburger mit GemĂŒsepatty sowie eine vegane Paella mit Kichererbsen. „Wir freuen uns ĂŒber die Aufgeschlossenheit von Sodexo fĂŒr das Veggie-Thema“, sagt Katleen Haefele, Leitung ProVeg Food Services. Sodexo versorgt aktuell in Deutschland, Österreich und der Schweiz tĂ€glich knapp 1,5 Millionen Verbraucherinnen und Verbraucher, davon 140.000 Kinder und Jugendliche in Schulen und KindertagesstĂ€tten. Begleitend zur Veggie-Aktionswoche organisierte die Aktion Pflanzen-Power Kochworkshops und VortrĂ€ge an manchen der teilnehmenden Schulen. ZusĂ€tzlich zu den Mittagsgerichten von Sodexo konnten die Kinder in Kochgruppen kalte Pausensnacks selbst zubereiten: Ob vegane „Nutella“ und „Raffaello“ oder Couscous-Salat – fĂŒr jeden Geschmack war etwas dabei! Das im Vortrag gelernte Wissen ĂŒber die Vorteile einer pflanzlichen ErnĂ€hrung konnten die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler im Workshop direkt anwenden. Am Ende gingen alle Kinder und Jugendlichen mit vollen BĂ€uchen und neuen Rezepten nach Hause. ProVeg sowie die BKK ProVita danken an dieser Stelle den Aktiven der Regionalgruppe Potsdam und Friedrichshain sowie Wilmersburger und Allos, die die Aktionstage durch ihre köstlichen Produkte fĂŒr den Informations- und Verkostungsstand unterstĂŒtzten.